18. Spieltag ÖSG- HSG Gelsenkirchen 29:32 (16:17)

ÖSG scheitert an schwacher Chancenverwertung!

Da war definitiv mehr drin. Wie schon im knappen Hinspiel musste sich die erste Herrenmannschaft dem Spitzenreiter aus Gelsenkirchen letztendlich knapp geschlagen geben.

Gegen den Ersten zu verlieren ist mit Sicherheit keine Schande, allerdings ist es schon etwas ärgerlich wenn man sieht das diese Niederlage wieder einmal nur an uns selbst gelegen hat. In den Anfangsminuten wurde den Zuschauern ein recht zerfahrenes Spiel geboten. Beide Mannschaften agierten nervös und überhastet vor dem gegnerischen Tor, so dass der erste Treffer erst nach 4 Minuten fiel. Die Gäste fanden etwas schneller zu ihrer Linie und zogen zügig über ein 4:1 bis auf 9:4 weg. Allerdings fanden auch wir endlich ins Spiel, nahmen den Kampf an und konnten zum Ende der Halbzeit ausgleichen. Ein schnell ausgeführter Freiwurf brachte Gelsenkirchen die Ein-Tore-Führung nach der ersten Spielhälfte.

In den zweiten 30 Minuten ein flottes und spannendes Handballspiel von beiden Teams, wobei GE zunächst immer knapp die Führung halten konnte. Nach 43 Minuten gab es eine Phase in der wir endlich einmal (wenn auch nur kurzzeitig) alle Torchancen konsequent nutzen konnten. Über schnelle Gegenstöße gelang sogar die einzige Führung zum 23:22.

Leider wurde es verpasst das Spiel zu diesem Zeitpunkt zu kippen. Ein Strafwurf und zwei weitere 100%ige Chancen wurden vergeben, bzw. vom starken Gästekeeper vereitelt, im Gegenzug ging Gelsenkirchen wieder in Führung und gab diese auch nicht wieder ab. „Mit dieser schwachen Wurfquote kann man gegen den Tabellenführer leider nicht gewinnen. Nur Rechtsaußen Stefan Heyden hatte im Angriff einen guten Tag erwischt“ so das Fazit vom Trainer.

 Nach dieser Niederlage rutscht das Team weiter in der Tabelle ab, momentan belegen wir Platz 7. Mit der schweren Auswärtsaufgabe beim Tabellendritten in Herbede geht es am Samstagabend weiter. Bis dahin können wir ja beim Training noch ein wenig Tore werfen üben!

Aufstellung ÖSG Weihrauch (1.-46.), Pottmann (47.-60.), Clemens (n.e.), J. Albert (6/3), T. Albert (5), Rothenberg (3), Gonsior (4), Lüke,Heyden (9),Krohne (1), Isselhorst (1), Nebelsiek (n.e.), Henrichs (n.e.)

17. Spieltag DJK Westfalia-Welper 2 vs. ÖSG Viktoria 26:24 (14:13)

ÖSG scheitert an schwacher Chancenverwertung

Wie schon in der Hinrunde wurde die bisher makellose Bilanz der Östlichen von der DJK aus Welper gestoppt. „Irgendwie liegt uns Welper diese Saison nicht“, so ein konsternierter Trainer Wege nach dem Schlusspfiff. Der körperlich starke Rückraum der Hausherren fordert vollen Einsatz in der Defensive. Leider fehlte dann die erforderliche Konzentration im Angriff.

So wurde zwar hinten relativ ordentlich gearbeitet, insbesonders in Form des im Blockspiel sehr starken Sebastian Gonsior, leider wurden die gewonnenen Bälle auch vorne immer wieder leichtfertig vergeben. So behauptete die Djk während der gesamten ersten Hälfte immer eine knappe Führung. Das 14:13 war ein gerechtes Halbzeitergebnis.

In den zweiten 30 Minuten ergab sich mehrfach die Chance das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen, doch leider wurden zahlreiche beste Torchancen teils kläglich vergeben, u.a. mal wieder drei Strafwürfe und mindestens 4 Tempogegenstöße. So konnte sich Welper bis zur 48 Minute auf 3 Tore absetzen (21:18). Doch plötzlich schien der Bann gebrochen, Tim Albert erzielte innerhalb kürzester Zeit mit drei Treffern in Serie den Ausgleich und der als einziger Angriffsspieler mit ansprechender Wurfquote ausgestattete Kevin Krohne konnte sogar die erste und leider auch einmalige Führung zum 22:21 erzielen.

„Da hätten wir den Sack eigentlich zumachen müssen, doch genau in dieser Phase kommen noch zwei-drei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen dazu. Allerdings darf man sich bei einer Abschlussquote von unter 40% nicht über die Schiris aufregen. Das Dingen haben wir selbst verbockt“, so Wege.

So nutzte Welper die Gelegenheit um die Punkte letztendlich auch nicht unbedingt unverdient zu behalten. Die ÖSG fällt in der Tabelle wieder auf den sechsten Rang zurück.

Nächste Woche kommt der Spitzenreiter aus Gelsenkirchen nach Brackel. Dieser muss wohl auf ihren schwer verletzten Führungsspieler Patrick Kaysers verzichten, der sich im Spiel am vergangenen Wochenende vermutlich einen Achillissehnenriss zugezogen hat. Von unserer Seite schon einmal gute Besserung! Wir hoffen das Spiel ähnlich ansehnlich und spannend gestalten zu können, wie bei der knappen Niederlage in der Hinserie.

Aufstellung ÖSG: Clemens (1.-15.), Pottmann (16.-60), Weihrauch (n.e.), Lüke, T.Albert (5), J. Albert (5/2), Nebelsiek, Krohne (6/1), Henrichs, Isselhorst (4/2), Rothenberg (1), Gonsior (3)

16. Spieltag ÖSG vs. Rauxel-Schwerin 22:21 (13:7)

ÖSG gelingt dritter Erfolg in Serie

Großer Jubel nach dem Schlusspfiff in der Halle Brackel. Soeben hatte Jan Albert seiner starken Leistung das I-Tüpfelchen aufgesetzt, in dem er den wirklich allerletzten Freiwurf zum 22:21 Sieg im gegnerischen Netz versenkt hatte. Und das genau 1 Sekunde vor Spielende!

Wieder einmal gab es eigentlich unnötige Spannung im Spiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Castrop. Denn einer sehr überzeugenden ersten Hälfte folgte (übrigens genau wie im Hinspiel) eine genauso wenig überzeugende zweite Halbzeit.

Trainer Wege war dennoch nicht unzufrieden:“ Was wir in den ersten 30 Minuten gespielt haben war schon sehr überzeugend. Besonders die Defensive ging konzentriert und aggressiv zu Werke. Der wurfstarke Rückraum der Rauxeler konnte immer wieder zu Fehlwürfen gezwungen werden, zudem überzeugte Keeper Sebastian Weihrauch mit guten Paraden. Auch vorne wurde konsequent und schnell durchgespielt, so dass man immer wieder Lücken in die gegnerische Abwehr reißen konnte.“ Der Halbzeitstand von 13:7 ging völlig in Ordnung.

Leider konnte dieses Niveau in Hälfte zwei nicht gehalten werden. „Es wurde viel zu viel quer gespielt, der direkte Weg zum Tor wurde nicht mehr konsequent genug gesucht. „Zudem hielt der zweite Keeper der Rauxeler auch jede Menge Bälle, so dass die Gäste jetzt vornehmlich über Gegenstöße und die zweite Welle zu Torabschlüssen kommen konnten. Der Vorsprung schmolz dahin, Rauxel konnte kurz vor Ende egalisieren. Bei eigenem Ballbesitz hätten die Gäste eine Minute vor dem Ende sogar beide Punkte mitnehmen können, doch der bisher sehr starke Linksaußen verzog. Der letzte Angriff des Spiels endete mit dem oben beschrieben Jubel. „Manchmal muss man sein Glück eben auch erzwingen“, so die Aussage vom Coach nach Ende des Spiels.

Mit der bisherigen Rückrunde kann man bei drei Siegen sehr zufrieden sein, nächstes Wochenende geht es zur Zweitvertretung der DJK aus Welper. Mal gucken, ob der Aufwärtstrend bei behalten werden kann.

Aufstellung ÖSG: Weihrauch (1.-48.), Pottmann (49.-60.), Clemens (n.e.), J. Albert (7/1), T. Albert (3), Nebelsiek (3), Gonsior (2), Isselhorst (1), Henrichs, Heyden (1), Krohne (5/2), Lüke

15 Spieltag ÖSG vs Haltern-Sythen 2 31:30 (18:14)

Glücklicher Erfolg gegen den Tabellenletzten

Einen am Ende glücklichen Sieg konnte die ÖSG Viktoria am vergangenen Wochenende verbuchen.

Es war so oft in dieser Saison, die Konstanz über 60 Minuten fehlt einfach! Dabei wurden fast 50 Minuten ansehnlicher Sport von beiden Mannschaften in der Halle Brackel geboten. Der Gast aus Haltern spielte überhaupt nicht wie ein Tabellenschlußlicht. Die junge Truppe aus der Seestadt agierte mit hohem Tempo und gr0ßem Kampfgeist. Wir mussten uns in der Defensive mächtig strecken um Gegentore zu verhindern. Besonders die Achse Mitte/ Halblinks bereitete jede Menge Probleme, welche man aber Mitte der ersten Hälfte immer besser in den Griff bekam. Im Angriff wurde geschickt der Ball schnell gemacht und somit taten sich immer wieder Löcher in der gegnerischen Deckung auf, welche in Torerfolge umgemünzt werden konnten. Der recht beruhigende 18:14 Halbzeitstand war dem Spielverlauf entsprechend.

Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ leider die Effektivität im Angriff nach, was auch am starken Torhüter der Gäste lag. Viele Großchancen wurden  nicht genutzt und Haltern konnte die Ballgewinne immer wieder in Gegenstöße und somit einfache Tore umwandeln. So schmolz die zwischenzeitliche 6 Toreführung zunehmend dahin und der Ausgleich lag mehrfach bedrohlich in der Luft. Zu allem Unglück scheiterte der bisher fehlerfrei Jan Albert in dieser Phase einmal vom Punkt und direkt anschließend frei vor dem Keeper. Allerdings konnte der in der 50 Minute eingewechselte Rene Pottmann im Tor ebenfalls mit gleich mehreren Paraden gegen frei stehende Gästewerfer glänzen. Bei noch zu spielenden 90 Sekunden und einer ein Toreführung kamen wir in Ballbesitz und konnten den letzten Angriff mit etwas Glück und Geschick über die Runden bringen.  Mit Sicherheit keine Glanzleistung aber danach fragt am Ende ja auch niemand mehr! Eine gute Leistung bot  Rückkehrer Robin Rothenberg, der nicht nur sieben blitzsaubere Tore, sondern netterweise auch gleich den 30. Treffer erzielen konnte und somit dem Team eine Kiste Bier spendieren darf!

Nächste Woche geht es gegen den direkten Verfolger aus Rauxel-Schwerin, ein Team das ebenso wie wir dieses Jahr mit extremen Personalproblemen zu kämpfen hat. Anwurf ist um 15.30 Uhr am Sonntag in der Halle Brackel 2.

 

Aufstellung ÖSG: Clemens (1.-30.), Weihrauch (31.-49), Pottmann (50.-60.), T. Albert (6), J. Albert (10/5), Isselhorst (2), Rothenberg (7), Gonsior (3), Krohne (2), Heyden (1), Henrichs, Lüke

14. Spieltag HTV Recklinghausen vs. ÖSG 21:27 (14:15)

Endlich wieder doppelt gepunktet!

Nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg konnte beim Auswärtsauftritt in Recklinghausen wieder ein Zweier eingefahren werden. Trainer Wege appellierte an seine Spieler sich vernünftig zu präsentieren. „Die Leistungen der vergangenen Wochen waren unterirdisch, so dürfen wir nicht noch einmal auftreten. Verletzungspech hin-oder her.“

So zeigten gleich die ersten Minuten, dass man auf Wiedergutmachung aus war. Zweikämpfe wurden angenommen und die heute ausnahmsweise mal defenive 6:0 Deckungsformation überzeugte zwar nicht gänzlich, jedoch wurde um jeden Meter gekämpft und die Gegenspieler auch mal aggresiv aufgenommen.

Im Angriff wurde im Rahmen der Möglichkeiten agiert, die Treffer teils vom Kreis, teils über Aussen erzielt. „Spielerisch kann man in der momentanen Situation einfach nicht mehr verlangen, ohne gelernten Halblinks und einer rechten Seite die seit Wochen nur sehr spärlich am Trainingsbetrieb teilnehmen kann ist es halt schwer, eingespielt zu sein und einfach herausgespielte Tore zu erzielen“, so Wege.

Auch Recklinghausen kämpfte, so dass der Halbzeitstand von 15:14 für die Östlichen in Ordnung ging. Nach der Pause konnte  die Abwehr inklusive Torhüter noch ein paar Nuancen mehr herausholen, und die Fehlwürfe der Hausherren konsequent in Gegenstöße umgesetzt werden. Alleine Tim Albert hatte mehrere Male die Chance das Spiel frühzeitig zu unseren Gunsten zu entscheiden, scheiterte aber leider immer wieder am stark agierenden Keeper der Recklinghausener.

So war selbst in der 48 Minute, nachdem man erst 4 Treffer in der zweiten Hälfte kassiert hatte immer noch Spannung im Spiel. Einige Zuschauer rieben sich verwundert die Augen angesichts der hohen Anzahl an Fehlwürfen auf beiden Seiten. Allerdings konnte der stark spielende Kevin Krohne mit seinem ingesamt fünften Treffer den Wiederstand engültig brechen und die Punkte gingen verdientermaßen nach Dortmund!

„Das war mit Sicherheit kein schönes Bezirksligaspiel, aber das ist mir in der momentanen Lage auch herzlich egal. Die Mannschaft hat gesehen, dass es nur über Einsatz und Kampf gehen kann. Die selben Attribute erwarte ich auch im Spiel nächste Woche gegen Haltern, denn die stecken bis zum Hals im Abstiegskampf und werden alles in die Wagschale werfen um etwas zählbares gegen uns zu holen“, so Weges Fazit zum Spiel.

Aufstellung ÖSG: Pottmann (.n.e.), Clemens (1.-60.), Lüke (1), Nebelsiek (1), Gonsior (3), Isselhorst (4/1), J. Albert (9/2), Henrichs, T. Albert (4), Krohne (5/1), Grisard (n.e.)

 

 

 

ÖSG – Hörde 25:27 (12:12)

ÖSG Viktoria nach Niederlage gegen Hörde endgültig im Mittelmaß angekommen.

Schwere Verletzung überschattet das Spiel.

Selbstverständlich ärgerten sich alle Beteiligten im Dortmunder Osten nach dem Schlusspfiff über die 25:27 (12:12) Niederlage gegen Westfalia Hörde. Und doch rückte der Punktverlust schnell wieder in den Hintergrund. „Hier war mehr drin und dennoch ist das Ergebnis sekundär“, sagt unter anderem Trainer Karsten Wege. Denn sowohl seine, als auch die Gedanken der Mannschaft waren längst beim Teamkameraden Robin Albert, der nach einem Zusammenprall und einer daraus resultierenden Knieverletzung noch während des Spiel mit Blaulicht ins Krankenhaus gefahren wurde. Eine genaue Diagnose steht noch aus, aber nach einer ersten Untersuchung ist klar, dass zumindest das Innenband im Knie gerissen ist. Ein Bruch des Wadenbeins konnte bisher nicht bestätigt werden, dafür schwebt weiterhin der Verdacht einer Kreuzband- oder Meniskusverletzung im Raum.

Das Spiel selbst war lange Zeit ausgeglichen und spannend. In der ersten Halbzeit gelang es keiner Mannschaft, einen entscheidenden Vorsprung herauszuspielen. Auffallend bei den Östlichen war jedoch bereits in Durchgang eins die eher schlechte Chancenverwertung – vier verworfene 7m nach 60 Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch gelang es der Viktoria mit einem 12:12 in die Pause zu gehen.

Die zweite Hälfte verlief ähnlich. Beide Mannschaften schenkten sich wenig. Es zeichnete sich aber ab, dass die ÖSG mehr und mehr Probleme bekam, wenn es darum ging, den wurfgewaltigen Rückraum der Hörder in den Griff zu bekommen. Insbesondere über die Mitte und die halblinke Position kassierte man Tor um Tor. Mit großem Kampfgeist schlug die ÖSG immer wieder zurück bis es in der 48 Minute zu dem verhängnisvollen Zusammenstoß kam. Nicht das anschließend der Wille der Östlichen gebrochen war, aber nun fehlte es zudem an Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Dazu gesellten sich ausgesprochen dumme Zeitstrafen auf Seiten der Viktoria, die das Spiel nicht unbedingt erträglicher gestalteten. Nach dem letztmaligen Ausgleich zum 25:25 hatte die Mannschaft von Trainer Wege keine Reserven mehr in der Hinterhand. Kurz vor Ende der Partie gelangen der Westfalia die Treffer 26 und 27 – das Spiel war entschieden.

Mit dieser Niederlage hat die ÖSG den Anschluss an die obere Tabellenregion vorerst verloren. Aufgrund der angespannten Personalsituation und dem wohl längeren Ausfall eines ihrer besten Torjäger, sollte die ÖSG bis zur Weihnachtspause die Abstiegsplätze im Blick haben. Anschließend kann sich – eventuell auch personell – neu aufgestellt werden und dann wird abzuwarten sein, welchen Verlauf die weitere Saison nehmen wird.

Es spielten: Weihrauch, Pottmann – Albert J. (10/3), Nebelsiek (5), Ißelhorst (4/1), Gonsior (3), Albert R. (2), Albert T. (2), Lüke (2), Krone (1/1), Henrichs

ÖSG : Erkenschwick 24:25 (15:11)

ÖSG verspielt Führung und verpasst Anschluss nach oben.

45 gute Minuten reichen nicht für einen Sieg gegen Tabellenführer Erkenschwick.

Die Saison verläuft für die ÖSG Viktoria 08 Dortmund nicht optimal, aufgrund unglücklicher Niederlagen mit einem Tor befindet sich das Team von Trainer Karsten Wege statt im oberen Tabellenbereich im grauen Mittelfeld. Wobei das Saisonziel weiter oben mitzuspielen bei der personellen Situation bereits vor der Saison wohl auch etwas zu hoch gegriffen war. Dennoch sollte das Spiel gegen den Spitzenreiter FC Erkenschwick ein Wendepunkt im bisherigen Spielzeitverlauf darstellen, die Spieler hatten sich viel vorgenommen und die verhängnisvollen Ergebnisse aus dem letzten Jahr sind ebenfalls noch einigen in Erinnerung geblieben. Nach 60 hart umkämpften Minuten blieb es einzig bei dem frommen Wunsch, einen Sieg einzufahren. 24:25 (15:11) hieß es mit Abpfiff. „Schade, heute wäre etwas drin gewesen“, meint Wege anschließend.

Und der Spielverlauf über weite Strecken der Partie schien ihm Recht zu geben. Mit einer defensiven Deckung gelang es den Östlichen in Durchgang eins, den Angriff der Erkenschwicker in Schach zu halten. Im Gegensatz zu den anderen Partien, in denen der Übungsleiter immer wieder offensive Varianten in der Abwehr versuchte, stand der Verbund geschlossen und machte die Räume eng. Das gab Sicherheit für die Offensive, sukzessive setzte sich die Viktoria ab. 15:11 hieß es konsequenterweise zur Halbzeit.

Im Durchgang zwei fiel es der ÖSG schwer, an die Leistung der ersten dreißig Minuten anzuknüpfen. Mit schwindenden Kräften kamen die Erkenschwicker Tor um Tor heran, mit einem 7m zum 20:20 gelang ihnen seit langer Zeit der Ausgleich und nur kurze Zeit später mit 20:21 die Führung. Statt sich nun auf die Stärken zu besinnen, die die Östlichen bis dato an den Tag gelegt hatten, verfiel man wieder in alte Muster. Trotz konditioneller Schwächen wegen fehlenden personellen Alternativen wurde die Deckung offensiver, der Angriff fahriger und unstrukturierter, auch weil in den entscheidenden Momenten personell umgestellt wurde. Zwar gelang es der ÖSG – vorrangig durch die individuelle Klasse einzelner Spieler – die Begegnung offen zu halten, aber Erkenschwick nutzte die kleinen Schwächen gnadenlos aus. Zwanzig Sekunden vor Schluss führte der Spitzenreiter mit 24:25. Trainer Wege wollte in dieser Situation kein Risiko eingehen und verzichtete auf einen siebten Feldspieler. Stattdessen sollte eine Veränderung im Rückraum zumindest einen Zähler retten. Die taktische Marschroute verpuffte jedoch im Rahmen der hektischen Schlussphase.

So blieb es bei der knappen Führung und der damit verbundenen Niederlage für die ÖSG Viktoria 08 Dortmund. Inzwischen dürfte im Dortmunder Osten allen Beteiligten klar sein, dass die Mannschaft zurzeit wenig in der eigentlichen angestrebten Tabellensituation zu suchen hat. Vielmehr muss nun eine klare Struktur her um den Abwärtstrend der letzten Wochen zu stoppen – die ordentliche Defensivleistung der 6:0 Abwehr könnte ein Ansatz sein.

Es spielten: Pottmann, Clemens, Weihrauch – Albert J. (8/1), Albert R. (7), Albert T. (3), Heyden (2), Nebelsiek (2), Lüke (1), Ißelhorst (1), Henrichs, Gonsior

ASC – ÖSG 25:29 (10:11)

Östlichen arbeiten sich aus der Krise.

Trotz schwacher Defensive gewinnt die ÖSG nach zwei Niederlagen in Folge beim ASC 09 Dortmund.

Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff stand nicht nur Trainer Karsten Wege ins Gesicht geschrieben, auch seine Spieler waren froh, mit dem 25:29 (10:11) Sieg gegen den ASC 09 Dortmund endlich wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen zu können. „Die Art und Weise interessiert mich heute nur am Rande, wichtig sind einzig und allein die zwei Punkte“, sagt Wege später.

Doch bis diese unter Dach und Fach waren, mussten seine Spieler eine Menge in die Waagschale werfen. Insbesondere in Halbzeit eins gelang den Blau-Roten defensiv wie offensiv recht wenig. Gerade die Deckung der Östlichen zeigte sich in den ersten dreißig Minuten anfällig. Durch mangelnde Laufbereitschaft und fehlende körperliche Härte konnte der ASC immer wieder große Lücken in den Deckungsverbund reißen. Es war den Torhütern zu verdanken, dass daraus kein allzu großer Rückstand resultierte. Im Angriff war ebenfalls vieles Stückwerk, viel zu selten bekam man die gegnerische Abwehr auseinander gezogen. Trotz allem ging man glücklich mit einer 10:11 Führung in die Pause.

Nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern lange Zeit ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Die Defensive wurde noch offensiver eingestellt was dazu führte, dass die Räume für den ASC noch größer wurden. Erst nach 40 Minuten stellte Trainer Wege auf eine 6:0 Variante um, in Überzahl wurde diese Alternative auf eine 5:0 Deckung plus Manndeckung erweitert. Damit gelang es – auch dank schwindender Kräfte des ASC – den wurfgewaltigen Rückraum aus Aplerbeck entscheidend zu stören. Mit der dadurch gewonnen Sicherheit fand auch der Angriff der ÖSG besser in die Spur, Tor um Tor setzte man sich ab.

Spielerisch bleibt noch immer viel Luft nach oben, doch für den weiteren Saisonverlauf war es wichtig, dass die Viktoria den Anschluss an die vorderen Plätze nicht vollends verloren hat. Ob diese Tabellenplätze jedoch dem wahren Leistungsniveau der Mannschaft entsprechen, darf nach diesem Spiel zumindest bezweifelt werden. In der nächsten Woche stellt sich der Tabellenführer aus Erkenschwick im Dortmunder Osten vor, dann wird man sehen, ob die ÖSG ihre Krise tatsächlich überwunden hat.

Es spielten: Weihrauch, Pottmann, Clemens – Albert J. (7/4), Albert T. (5), Albert R. (4), Lüke (4), Gonsior (4), Krohne (3/1), Heyden (1), Henrichs (1), Ißelhorst, Nebelsiek

5.Spieltag HSG Gelsenkirchen-ÖSG 30:29 (17:13)

Erste Niederlage kostet die Tabellenführung

Unter denkbar schlechten Voraussetzungen ging es für die erste Herrenmannschaft zum Spitzenspiel nach Gelsenkirchen. Bei dem als sehr heimstark geltenden Team fehlten mit Rene Pottmann, Stefan Heyden, Timo Grünhage, Mopped Jansen, Christian Isselhorst und dem kurzfristig erkrankten Christoph Nebelsiek gleich 6 Stammspieler. So musste kurzfristig Björn Kohlborn aus der Reserve reaktiviert werden, damit überhaupt noch jemand auf der Ersatzbank zu finden war.

Wir starteten gut, gingen schnell mit zwei Toren in Führung. Allerdings ließ sich Gelsenkirchen nicht lange bitten und kam immer wieder über das Zusammenspiel des sehr starken HL Patrick Kaysers mit dem Kreisläufer zum Torerfolg. Durch eine doppelte Unterzahlentscheidung der doch recht einseitig pfeifenden Schiedsrichter lagen wir plötzlich mit 2-3 Toren in Rückstand. Bis zur Pause wuchs dieser auf vier Tore an.

In der Pause wurde die Deckung umgestellt, Kaysers wurde von nun an kurz gedeckt. Wir konnten den Rückstand dank aggressiver und konsequenterer Defensivarbeit aufholen, gingen sogar bis zur 53. Minute mit zwei Treffern in Front. Nun allerdings folgten zwei mehr als unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen uns: Bei einem Strafwurf, der über das Tor ging wurde auf Wiederholung entschieden, da angeblich einer unserer Spieler zu früh den Raum betreten hat. Der zweite Versuch war dann erfolgreich. Direkt im nächsten Angriff der Heimmannschaft wirft der Mittelmann neben unser Tor, die Schiris entscheiden auf Einwurf an Stelle von Tor ab, Ge beibt in Ballbesitz und nutzt diesen zum Ausgleich.

Die Deckung wurde erneut umgestellt, nun wurden beide Rückraumschützen mit Manndeckung bedacht. Trotzdem geht Gelsenkirchen mit einem Treffer 12 Sekunden vor dem Ende in Führung. Die schnelle Mitte wird verhindert, rote Karte und zwei Spiele Sperre das Resultat für den Spieler. Uns bleiben noch 8 Sekunden für einen Angriff, der aber trotz siebtem Feldspieler nicht zum Erfolg führt. Jubel beim Gastgeber, Frust bei unserem Team.

Trainer Wege: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat trotz des schmalen Kaders stark gekämpft und alles gegeben, ein Unentschieden wäre ok gewesen. Hier in Gelsenkirchen werden noch andere Teams verlieren.“

Aufstellung ÖSG: Weihrauch (1.-60.), Clemens (bei zwei 7 M.), J. Albert (3/1), R. Albert (7), T. Albert (5), Lüke (2), Gonsior (7), Henrichs (1), Kohlborn (1), Krohne (3/3)

ÖSG : Welper 27:27 (12:12)

ÖSG erstmals in diesem Jahr ohne doppelten Punktgewinn!

Trotz Siebenmeter nach Schlusspfiff reicht es gegen Welper II nur zu einem Remis.

Schon die Vorzeichen standen schlecht: Wegen Feiertag, Krankheit und Verletzung konnte die ÖSG Viktoria 08 Dortmund in der letzten Woche kein einziges Mal trainieren. Ob es die mangelnde Übung war, die am vergangenen Sonntag dazu führte, dass die sich Östlichen trotz mehrmaligen Vorsprungs mit einem 27:27 (12:12) Unentschieden zufrieden geben mussten, mag Trainer Wege weder bestätigen noch verneinen. „Es war keine gute Leistung von uns“, sagt er. „Das steht fest und alles andere interessiert mich nicht.“

Seinen Mannen war bewusst, dass die Zweitvertretung der DJK Westfalia Welper nicht nach Dortmund kam, um die Punkte kampflos dort zu lassen. Und doch wollte die Viktoria zu keiner Phase so recht ins Spiel finden. Zwar konnten in Durchgang eins mit 8:4 und 12:9 jeweils etwas deutlichere Vorsprünge heraus gespielt werden, aber diese machten sich die Östlichen durch Fehler im Offensive und Defensive selbst zu Nichte. Ein 12:12 zur Halbzeit entsprach mithin dem Spielverlauf.

In Hälfte zwei bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Immer wenn man glaubte, die ÖSG habe Spiel und Gegner im Griff – erneut gelang es zwei Mal mit mehr als drei Toren davonzuziehen – schlichen sich Unsauberkeiten und Nachlässigkeiten in allen Mannschaftsteilen ein. Die DJK Welper kam so immer wieder heran und hatte nach 59 Minuten beim Spielstand von 27:27 Ballbesitz. Bis vierzehn Sekunden vor Schluss konnten sie diesen behaupten ohne die wohl spielentscheidende Führung zu erzielen. Statt dessen konnte die ÖSG Viktoria mit dem Schlusspfiff einen Siebenmeter ergattern, die Chance, das Spiel doch noch zu ihren Gunsten zu beenden. Passend zum Spielverlauf verpasste man jedoch auch diese Gelegenheit und musste somit – verdientermaßen – die Punkte mit dem Gast aus Welper teilen.

Es spielten: Clemens, Weihrauch, Pottmann – Albert R. (6), Albert T. (6), Albert J (5), Heyden (4), Gonsior (3), Krohne (2/2), Nebelsiek (1), Henrichs, Ißelhorst

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